Über uns

Wir (mein Mann, mein Sohn und ich) leben mit unseren zwei Hunden in der Nähe von Dresden. 
Hunde gehören seit meiner Kindheit als feste Konstante zu meinem Leben. 
2007 lernte ich diese bezaubernde Hunderasse kennen und war sofort fasziniert. 
Bevor dann Anfang 2008 mein erster Vizsla (Joy) bei mir einzog, informierte ich mich eingehend über die rassetypischen Eigenschaften und was diese wundervollen Hunde brauchen, um auch in nicht-jagdlichen Haushalten glücklich zu werden. Seit Anfang 2008 bin ich daher als ehrenamtliche Rettungshundeführerin im DRK tätig und habe in der Rettungshundearbeit die ideale Jagd-Ersatzbeschäftigung für meine ungarischen Damen gefunden. 2015 erfüllte sich mein Wunsch nach einer Nachwuchshündin. Mittlerweile führe ich auch Bella in ca. 30 Sucheinsätzen pro Jahr, bin Ausbildungsleiterin in unserer Rettungshundestaffel, sowie Prüferin für RH-Teams. 
Mit Beginn dieser Zucht erfüllt sich ein Herzenswunsch von mir und ich bin sehr dankbar, dass mich meine Familie dabei unterstützt, daher schreibe ich auf diesen Seiten auch immer in unserem (Familien-) Sinne! 

Bella - Ihr Weg zu uns

Anfang 2015 war es endlich soweit.
Ich hatte das große Glück, einem Züchter aus Tschechien (FCI/jagdliche Zucht) zu begegnen, der so begeistert von unserer ehrenamtlichen Tätigkeit war, dass er alle Hündinnen im Wurf zurück hielt, damit ich mir mit 8 Wochen meinen "Wunsch-Nachwuchshund" aussuchen konnte. Die unterschiedlichen Charaktere der Hündinnen waren in dem Alter gut zu erkennen und wir konnten uns ausgiebig mit den Welpen beschäftigen, bevor unsere Wahl auf Bella fiel. Mit diversen Gegenständen wurde geklappert und Lärm gemacht, es wurde gefegt (der Besen wurde dabei ganz schön gemeuchelt :-) ) , gespielt, gelockt und gekuschelt. Sie war die Hündin, die am Aufmerksamsten war, sich von nichts beeindrucken lies, im Gegenteil, es musste jede unserer Aktionen neugierig bestaunt und beschnüffelt werden. Sie kletterte über jedes Hindernis, interessierte sich mehr für uns und was wir wohl als Nächstes so vor hatten, während andere Welpen irgendwann eher das Interesse verloren oder schneller ermüdeten. Heute ist sie die wesensfeste, arbeitseifrige und wundervolle Hündin, die ich mir für unser Familienleben und als verlässliche Partnerin in der Rettungshundearbeit gewünscht habe. 

Bella - Wesen und Gesundheit

Bella hat alle geforderten  Gesundheitsuntersuchungen mit Bravour gemeistert. Sie ist HD/ED frei, ihre Augen sind gesund und ihre Zuchttauglichkeit ist bestätigt.
Sie ist eine kleinere, eher zierlich-kompakte Hündin, genau so, wie ich Vizsla mag, wie sie sein sollten und wie ich sie mit unserer Zuchtlinie weiterhin forcieren möchte. 
Vom Wesen her ist sie eine nervenstarke Hündin und mit Feuereifer dabei, wenn wir gemeinsam etwas angehen, egal was es ist, hauptsache sie darf dabei sein.
Im Umgang mit anderen Hunden ist Bella neutral bis souverän, mit den entsprechend sozialisierten Hunden entstehen intensive Spieleinheiten, wobei sie sich eindeutig ihre Menschen als Sozialpartner ausgesucht hat. 
Schon in der Welpenspielstunde war zu erkennen, dass sie ein Spiel mit "ihrem" Menschen dem Spiel mit anderen Hunden vorzieht. 
Im Straßenverkehr bewegt sie sich sicher, Menschengedränge in Einkaufszentren sind für sie kein Problem, außerdem ist sie schussfest und Feuerwerk lässt sie kalt. Zu Hause ist sie eine ruhige Hündin, die problemlos den halben Tag verschläft, wenn niemand zu Hause ist, aber wachsam bleibt, wenn es um ihr Grundstück geht. Im Umgang mit Kindern ist sie unkompliziert, vizslatypisch werden auch diese aber gern mal mit einem Bussi begrüßt. 

Gewässer jeglicher Art haben eine magische Anziehungskraft auf sie und es hat einige intensive Trainingseinheiten gedauert, ehe sie gelernt hatte, dass man irgendwann auch wieder raus kommen muss. Wenn man sie lässt, schwimmt sie ausdauernd, vorzugsweise in großen Seen oder im Meer.

Jagdlich gesehen, ist sie vorrangig an Niederwild/Federvieh interessiert, eine echte Ungarin eben.
Begegnungen mit Hase, Fasan oder Ente in unserer Freizeit erfordern schon meine volle Aufmerksamkeit, mittlerweile ist sie hier aber gut kontrollierbar. Mit Kenndecke in der Sucharbeit nach menschlicher Witterung werden Wild und  Wildspuren aber weitestgehend ignoriert, wobei wir in unseren Wäldern auch hauptsächlich auf Reh oder Wildschwein treffen.

Die Anlage zum Sichtlaut kann ich, wenn auch ungewollt, aus einer früheren Hasenbegegnung bestätigen. Zu dem Zeitpunkt war sie noch kein Jahr alt und leider ist sie direkt über den Hasen gestolpert, ein paar Meter nachdem ich sie von der Leine gelöst hatte. Dieser hat unsere Begegnung aber unbeschadet überstanden.

Bella - Prüfungen/Erfolge

Auch wenn Bella nicht jagdlich geführt wird, ist sie ein Arbeitshund durch und durch. 
Wir arbeiten mehrstündige Sucheinsätze im Jahr ab, Dornen,  Gestrüpp oder schlechtes Wetter sind für sie dabei kein Hindernis. 
Den Eignungstest für Rettungshunde nach GemPPO hat sie in 09/2015 bestanden.
Seit 10/2017 ist sie geprüfter und einsatzbereiter Flächensuchhund im DRK.
Die Wiederholungsprüfung zum Erhalt der Einsatzbereitschaft haben wir im Oktober 2019 ebenfalls erfolgreich abgelegt. 
Besonders stolz bin ich, dass meine kleine Kletter-Elfe mit mir gemeinsam im Oktober 2018 auch die Trümmersuchprüfung nach GemPPO gemeistert hat und wir seitdem eines der wenigen, einsatzbereiten Trümmersuchteams im DRK Sachsen sind. 

Ich habe Bella auf ein paar Ausstellungen (VDH/IHV) geführt, mit sehr guten bis vorzüglichen Ergebnissen. Auch wenn mein Hauptaugenmerk nicht darauf liegt, war es spannend zu erfahren, wie unabhängige Richter sie beurteilen. Die Richterberichte können bei einem Besuch natürlich gern eingesehen werden.

Neben der Flächen- und Trümmersuche machen wir nebenbei (justforfun) noch etwas Mantrailing, weil auch das Verfolgen einer Geruchsspur ihr wirklich Spaß macht. Außerdem liebt sie es, Dummys oder Spielzeuge zu suchen und zu apportieren.
Im Frühjahr und Herbst halten wir uns zudem noch mit kleineren Bikejöring-Einheiten fit.

Joy - das Ömchen

Alles hat seine Zeit - und seine Geschichte! 
Die von Dir und mir ist eine Besondere, mein Mädchen!
 Wie sagte unser allererster Prüfer in unser allerersten Rettungshundeprüfung mal über Dich: 
1000Volt in jedem Gelenk! 
Und ja, das beschreibt Dich sehr gut meine verrückte Nudel. 
Du hast mich vor viele Hindernisse gestellt und es hat seine Zeit gebraucht, ehe wir als Team zusammengewachsen waren. 
Deine überverrückte Art, gepaart mit meiner damaligen Unwissenheit haben mich so manche Träne gekostet. Auch wir hatten Glück und haben zur richtigen Zeit, die richtigen Menschen getroffen, die uns einen Weg zeigten, wie wir als Mensch-Hund Team funktionieren können. 
Aufgeben war nie ein Option. 
"Menschen suchen" ist auch heute, mit fast 14, immer noch Deine ganz große Leidenschaft, auch wenn Du natürlich mittlerweile im Rettungshunde-Ruhestand bist.
Ich liebe Dich meine Omi und hoffe, dass Du trotz Deiner kleinen und größeren Wehwehchen noch lange bei uns bleibst.

Ronja - Die Weise (in Erinnerung) 

Es gibt Hunde, da ist man einfach dankbar, dass man Ihnen begegnen durfte. Wenn Sie dann auch noch Teil Deines Lebens waren, hinterlassen sie eine riesige Lücke, wenn sie gehen müssen. 
Ronja war der Hund meines Mannes und auch heute noch, nach fast 5 Jahren fehlt sie hier. Ich bin sehr froh, dass Bella Ronja noch kennenlernen durfte. Manchmal erkenne ich ein ganz klein wenig von ihrer besonnenen Art in Bella wieder, als hätte sie ihr den ein oder anderen Tip gegeben, wie man bestimmte Sachen halt so macht. 
Wir vermissen Dich, immernoch...und das wird sich auch nie ändern!

Und was machen wir sonst so in unserer Freizeit?

Neben Jobs, Schule, Haus und natürlich der Rettungshundearbeit haben wir tatsächlich auch ab und an Freizeit, die wir gern mit Freunden und Familie verbringen. Unsere Urlaube erleben wir meistens in unserem Wohnwagen und reisen quer durch Deutschland oder in wärmere Gefilde im Süden. 
Die Hunde sind natürlich immer mit, genießen es auch einfach mal Hunde zu sein und sind mittlerweile richtige Campingexperten und chillige Camperhunde.